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Klimawandel im GaLaBau: Von der Wissenschaft bis zur unmittelbaren Praxis

Klimawandel im GaLaBau: Von der Wissenschaft bis zur unmittelbaren Praxis

Foto: Ein gefüllter Hörsaal zum 2. Großbeerener GaLaBau-Tag

„GaLaBau im Klimawandel“: Unter diesem Thema brachte der 2. Großbeerener GaLaBau-Tag der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau und Arboristik e.V. (LVGA) am 23. Januar 2020 mit rund 80 Teilnehmern einen vollen Hörsaal. Auf der Gemeinschaftsveranstaltung des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Berlin und Brandenburg e.V. mit der LVGA erörterten acht Experten und Expertinnen Aspekte des Klimawandels in direktem Bezug zum Garten- und Landschaftsbau.


Nach thematischer Einführung von FGL-Hauptgeschäftsführer Oliver Hoch eröffneten Dr. Frank Kreienkamp vom Deutschen Wetterdienst Potsdam und Prof. Dr. Hans-Heinrich Meyer von der Fachhochschule Erfurt die Referatsfolge. Mit konkreten Zahlen und aktuellen Befunden gaben sie einen Überblick über die Klimaentwicklung in der Region Berlin-Brandenburg und deren Auswirkung auf den Wachstumsfaktor Boden.


Nicht nur über den Klimawandel Bescheid wissen, sondern mit den regionalen Folge auch arbeiten und umgehen können - das ist sicher eine dringende Aufgabe für den Garten- und Landschaftsbau. Von der Pflanzenwahl bis zum Pflegemanagement gilt es, als Unternehmer in der grünen Branche sein praktisches Fachwissen stetig zu erweitern. Prof. Dr. Andreas Roloff von der TU Dresden und Prof. Dr. Hartmut Balder von der Beuth-Hochschule konnten zur zukünftigen Auswahl von Stadtbäumen und deren fachgerechter Unterhaltung wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse und neue Pflegekonzepte präsentieren. Großes Interesse erfuhr die Webseite citree.de - eine stetig wachsende Datenbank, bei der durch selbst gesetzte Filter standortgerechte Baumarten vorgeschlagen werden. Das Portal wird von der TU Dresden durchgehend gepflegt und erweitert.


Bei der Pflanzenwahl stehen nicht nur die Bäume im Fokus des GaLaBaus – das machte anschließend Prof. Dr. Stefan Körner von der Universität Kassel deutlich. Am Beispiel eigener Projekte zeigte er erfolgreiche nachhaltige Staudenpflanzungen im urbanen Raum. Herausforderungen und Chancen in der Pflege solcher Anlagen durch das Land Berlin waren das Thema von Henning Schahin aus der Senatsverwaltung Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Berlin (SenUVK). Er erläuterte die Potentiale und Anwendungsmöglichkeiten das „Berliner Handbuchs Gute Pflege“, das seit 2017 zur Verfügung steht. Das Ergebnis einer Evaluierung entsprechend angepasster Pflege von bisher19 Flächen in 12 Bezirken wird Ende 2021 in einem Abschlussbericht verfügbar sein.


Wie gärtnerische Mitarbeiter in der Praxis für den Klimawandel sensibilisiert werden können, berichtete Eva Foos von der HU Berlin. Innerhalb des universitären Projektes war sie in Kooperation mit der Berliner Bezirks- und Senatsverwaltung sowie der LVGA an der Entwicklung und Umsetzung eines Weiterbildungskonzeptes zum Thema beteiligt.
Am Ende stand der juristische Blick auf die unmittelbaren Probleme für die Landschaftsgärtner: FGL-Justiziar RA Jörn Lassan gab Hinweise zum vertraglichen Umgang mit erhöhten Wasserbedarf und Schäden durch Dürre.


Eine anregende Abschlussdiskussion motivierte die meisten Teilnehmer zum Bleiben bis in den Abend - für die Veranstalter ein Ansporn, das Format zu verstetigen: Der 3. Großbeerener GaLaBau-Tag wird am 21. Januar 2021 an der LVGA in Brandenburg stattfinden.


Pressekontakt:
Oliver Hoch
Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Berlin und Brandenburg e. V.
Jägerhorn 36 – 40, 14532 Kleinmachnow
Fon: 03 32 03 – 88 96 - 0
Mobil: 0172 / 38 78 044
Email: hoch@galabau-berlin-brandenburg.de
Internet: www.galabau-berlin-brandenburg.de

Bilder: Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau und Arboristik e.V. (LVGA)

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